Das Institut für Komik sieht sich als Förderer der Komik und ihrer Protagonisten und möchte sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzen.

Ein Institut für Komik - warum?

Komik ist immer ein Spiegel der Gesellschaft und hat dadurch in kultureller, gesellschaftspolitischer, pädagogischer und soziologischer Hinsicht eine äußerst wichtige Funktion. Lachen/Humor/Komik ist eine der wichtigsten Kommunikationsformen der Menschheit, mit weitreichenden positiven und Menschen verbindenden Auswirkungen. Wenn jedoch die Humorfähigkeit einer Gesellschaft abnimmt, ist es nicht gut um sie bestellt. Deshalb ist es wichtig, über Komik und Humor auch einmal ernsthaft zu sprechen und zu debattieren, zu informieren und zum Nachdenken anzuregen. Der wissenschaftliche, gesellschaftspolitische Ansatz ist dabei Kern des sich in der Gründung befindenden Institut für Komik mit Sitz in Köln.

Neben Komik-Kongressen möchte das Institut zukünftig auch Fort- und Ausbildungen, sowie ein Netzwerk für die gesamte Humor-Entertainmentbranche anbieten und Synergiewirkungen zu angrenzenden und übergreifenden Branchen im Sinne des „Botschafter der Komik“ erschaffen.

Der 1. Kölner Komik Kongress

Die Auftaktveranstaltung des Instituts für Komik ist der 1. Kölner Komik Kongress am Do. 31.10.2019, 15 – 18 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) und leitet damit das 29. Kölner Comedy Festivals ideal ein.

Warum erkennen wir immer seltener, wann etwas lustig gemeint ist; verlieren wir zunehmend die Fähigkeit, satirische Mehrdeutigkeit zu erkennen?

Setzen wir deshalb hinter jeder lustig gemeinten Textnachricht sicherheitshalber einen Smiley? Warum wurden in Guatemala, Italien, Slowenien und der Ukraine Komiker/Kabarettisten in Staatsämter gewählt? Verstehen sie die Wählerbedürfnisse vielleicht besser als die etablierte Politik?

Und warum fühlt sich eine Zuschauerin bei einer Karnevalssitzung berufen, während einer Büttenrede auf die Bühne zu gehen und dem Karnevalisten zu sagen, dass der gerade von ihm gemachte Gag über Doppelnamen nicht lustig sei? Ist das ein richtig oder falsch verstandenes Einsetzen für "political correctness"?

Wo steht Humor in den Medien? Inwieweit ist Humor in der politischen Kommunikation noch zulässig? Und was bedeutet das für zukünftige Inhalte und Programme der Comedians?

Diesen und weiteren Fragen möchte das Institut für Komik nachgehen, sprechen, debattieren und liefert mit dem 1. Kölner Komik Kongress den Auftakt dazu.

Köpfe

Ralf Günther

Ralf Günther hat sich seit nunmehr fast 40 Jahren professionell der Comedy verschrieben, sowohl auf der Bühne als Komiker und Musiker, wie auch als Autor, Regisseur und Produzent.

Er gilt als einer der besten Kenner der deutschen und internationalen Comedyszene.

Er wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, so ist er u.a. 15-maliger Gewinner des Dt. Comedypreises, er gewann mehrfach den Dt. Fernsehpreis, die Rose d Òr, den Grimmepreis und den Österreichischen Fernsehpreis, er ist zweifacher Emmy Nominee.

Er war Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Comedygruppe Niegelungen, der Musikband Fred Kellner und die famosen SoulSisters, von der TV Produktionsgesellschaft Brainpool, sowie des Köln Comedy Festivals.

Lisa Steinmann ist Veranstaltungskauffrau, selbstständig und ehemalige Kölner Landtagsabgeordnete.

Sie ist leidenschaftliche Netzwerkerin & Organisationstalent und damit das Herzstück des Instituts - sie liebt den Perspektivwechsel und brennt für alles rund um Digitalisierung, Kultur & Medien.

Philipp Putzer ist “fränkischer Rheinländer”, Marketing-/Medienmensch und kultureller Quereinsteiger in die Veranstaltungswelt.

Er ist die eine Hälfte der Ideenwerkstatt und Veranstaltungsschmiede “Quartiermeisterei”, steuert die kreativen Prozesse für allerhand Kunden und jongliert tagtäglich Ideen sowie Projekte.

Björn Ruhnke ist “Kowelenzer”, ursprünglich aus der Hotellerie und hat seit mehr als 2 Jahrzehnten sein Herz an die Veranstaltungsbranche verloren.

Er ist die andere Hälfte der Ideenwerkstatt und Veranstaltungsschmiede “Quartiermeisterei” und Wunscherfüller bei Veranstaltungsprojekten namhafter Kunden aus unterschiedlichsten Branchen.